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Logopädie 2018-03-07T19:30:05+00:00

Logopädie

Sprechen und Sprache sind Grundlagen unserer Kommunikation. Sie dienen der differenzierten Strukturierung unserer Gedanken und Emotionen, unserer Kommunikation mit der Umwelt, unserer Bedürfnisvermittlung und sichern unsere Teilhabe am alltäglichen Leben. Somit stellt Sprache einen Grundstein unserer Lebensqualität dar.

Logopädie umfasst das Sprechen, die Sprache, die Stimme und das Schlucken. In diesen Bereichen bieten wir Ihnen individuelle Beratungs- und Therapieangebote in enger Abstimmung mit Ihren Bedürfnissen. Durch die langjährige Zusammenarbeit mit Arztpraxen verschiedener Fachrichtungen, Schulen und Kindergärten sowie Beratungsstellen besteht ein vielfältiger Austausch, der ein interdisziplinäres und therapeutisch umfassendes Arbeiten ermöglicht. Da uns die Qualität unserer therapeutischen Arbeit sehr am Herzen liegt, ist die stetige Fortbildung und die Arbeit nach aktuellen Leitlinien für uns selbstverständlich.

Vertrauen Sie auf eine qualitative und individuelle Beratung, Diagnostik und Therapie u.a. bei:

Eine Sprachentwicklungsverzögerung bzw. -störung beschreibt eine Abweichung der sprachlichen Entwicklung eines Kindes im Vergleich zu anderen Gleichaltrigen. Dabei können die Bereiche Kommunikation, Sprachverständnis, Wortschatz, Laut-, Wort- und Satzbildung betroffen sein. In den meisten Fällen sind mehrere Bereiche gleichzeitig betroffen.

Die Ziele der Therapie können dabei je nach Entwicklungsstand des Kindes variieren. Zudem gilt es prozessorientiert zu arbeiten, da sich der Entwicklungsstand des Kindes fortlaufend verändert. In manchen Fällen zeigt sich eine Sprachentwicklungsstörung auch im Rahmen einer allgemeinen Entwicklungsverzögerung. Dann ist häufig eine interdisziplinäre Zusammenarbeit gefragt, z. B. mit Heilpädagogen oder Ergotherapeuten.

Stottern ist eine Redeflussstörung, welche bereits im Kindesalter auftreten kann. Das Wiederholen und Dehnen von Silben, Lauten oder Wörtern sowie das Stocken (stumme Blockieren) gehören zu den Merkmalen des echten Stotterns. Abzugrenzen ist das echte Stottern von physiologischen Sprechunflüssigkeiten, die im Laufe der Entwicklung auftreten können und sich nach einiger Zeit von alleine zurückbilden. In beiden Fällen dienen der Kinderarzt oder ein Sprachtherapeut als Ansprechpartner, in der Beratung und im Umgang mit der Symptomatik.

Zu den Zielen der Therapie gehören unter anderem der Abbau von Sprechängsten, sowie die Erarbeitung von Sprechtechniken zur Verbesserung des Redeflusses.

Ähnlich wie Stottern gehört Poltern zu den Redeflussstörungen. Es kommt dabei zu einem schnellen und unregelmäßig schwankenden Sprechtempo. Zudem können artikulatorische Veränderungen auftreten, die die Verständlichkeit zusätzlich mindern.

Die Ziele der Therapie liegen in der Verbesserung der sprachlichen Strukturierungsfähigkeiten, sowie der Verbesserung der eigenen Wahrnehmung gegenüber der Symptomatik und in der Erarbeitung von Strategien zur sofortigen Korrektur. Weiterhin soll der Umgang mit den verschiedenen Sprechgeschwindigkeiten trainiert werden.

Eine Artikulationsstörung (oder veraltet Dyslalie) beschreibt die fehlerhafte Bildung eines Lautes. Einige Lautfehlbildungen sind bis zu einem gewissen Alter physiologisch, d.h. sie kommen häufig bei Kindern vor und vergehen „von selbst“, andere sind unphysiologisch und müssen von einem Logopäden behandelt werden. Auch das „Lispeln“, also der Sigmatismus, gehört ab einem bestimmten Alter dazu. Wir schätzen durch unsere Untersuchung ein, ob die Lautfehlbildung Ihres Kindes bereits behandelt werden sollte.

Die Ziele der Therapie liegen in der Anbahnung der physiologischen Lautbildung sowie der Automatisierung dieser bis zur Übernahme des betroffenen Lautes in die Spontansprache.

Unter auditiver Wahrnehmung versteht man die Fähigkeit zur Auswertung von Informationen, die vom Ohr über die Nervenbahnen an das Gehirn weitergeleitet werden. Für Vorschul- und Schulkinder spielt die auditive Wahrnehmung  eine große Rolle beim Lesen- und Schreibenlernen: Wörter müssen z. B. in Silben und Laute zerlegt werden (Analyse) oder Laute zu Wörtern verbunden werden (Synthese). Außerdem müssen ähnlich klingende Laute sicher  voneinander unterschieden werden (Diskrimination, z.B. bei b-p oder d-t). Bei Störungen der Hörwahrnehmung spricht man von einer auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung. Die auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung ist eine Teilleistungsstörung, die isoliert oder mit weiteren Teilleistungsstörungen (z.B. LRS, Rechenstörung) auftreten kann. Zu den Symptomen zählen unter anderem Schwierigkeiten beim Lesen- und Schreibenlernen, kurze Konzentrationsspanne, das Kind ist leicht ablenkbar und kann sich nur für kurze Zeit etwas merken und schlecht auswendig lernen; es fragt häufig nach und man muss ihm eine Aufgabe mehrfach erklären.

Manchmal ist es nötig, eine Aufmerksamkeitsstörung auszuschließen. Das kann u.a bei einem Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie geschehen.

Unter einer Zungenfehlfunktion versteht man eine meist habituell bedingte fehlerhafte Position der Zunge im Mundraum, welche Einfluss auf den Schluckvorgang nimmt. Durch eine fehlerhafte Lage der Zunge während des Schluckaktes (meist an oder zwischen den Zähnen) können langfristige Veränderungen der Zahnstellung hervorgerufen werden. Diese Fehlfunktionen werden auch funktionelle orofaziale oder myofunktionelle Störungen genannt.

Die Ziele der Therapie bestehen in der Tonusregulierung, der Erarbeitung der physiologischen Zungenposition sowie eines regelrechten Schluckaktes für verschiedene Konsistenzen.

Neben den neurogen bedingten Schluckstörungen können im Säuglings- und Kindesalter auch Fütter, Kau- und Essstörungen auftreten, welche durch Fehlfunktionen im Mund- oder Gesichtsbereich bedingt sind. Die Beeinträchtigungen zeigen sich durch Saug- und Trinkschwächen, vermehrten Speichelfluss oder Sensibilitätsstörungen im Mund- und Gesichtsbereich.

Die Ziele der Therapie liegen dabei in der Verbesserung der Sensibilität und des Tonus oder in der Stimulation der Saugreaktion.

Eine Aphasie ist eine nach Abschluss des Spracherwerb auftretende Erkrankung, die meist durch einen Schlaganfall hervorgerufen wurde. Die Symptome können dabei je nach Schwere der Erkrankung stark variieren. Es können die Sprachproduktion und das Sprachverständnis, ebenso wie das Schreiben und Lesen betroffen sein. In allen Fällen gilt es, die Betroffenen individuell zu behandeln, damit sie möglichst aktiv am Leben teilhaben können. Demnach sind die Ziele der Therapie vielfältig, von Verbesserung der Wortfindung oder der Lese- und Schreibleistung, der Angehörigenberatung, bis hin zu Möglichkeiten der unterstützten Kommunikation. Ein sofortiger Beginn und eine regelmäßige Fortführung der logopädischen Behandlung ist unbedingt notwendig, um eine schnellstmögliche Wiederherstellung der physiologischen Hirnleistungen gewährleisten zu können.

Unter Dysarthrie versteht man eine zentral oder peripher bedingte Störung der Steuerung und Ausführung von Sprechbewegungen. Diese Bewegungsstörung kann alle beteiligten Muskelgruppen betreffen und dadurch Beeinträchtigungen in der Sprechatmung, der Stimme oder der Artikulation hervorrufen. Oft klagen die Betroffenen über erhöhte Sprechanstrengung oder dass sie von ihren Mitmenschen nicht mehr verstanden werden.

Das Störungsbild kann im Rahmen von Schlaganfällen, Schädel-Hirn-Traumen oder neurodegenerativen Erkrankungen wie beispielsweise Multiple Sklerose oder Parkinson auftreten.

Ziel der Therapie ist die Verbesserung der allgemeinen Verständlichkeit in den Funktionsbereichen Atmung, Stimme und Artikulation.

Eine Sprechapraxie ist eine zentral bedingte Sprechstörung nach abgeschlossenem Spracherwerb, welche mit Beeinträchtigungen in der Planung und Programmierung der Sprechbewegungen einhergeht. Häufig ist eine Sprechapraxie in Folge eines Schlaganfalls oder im Verlauf einer neurologischen Erkrankung zu beobachten. Oft zeigen sich bei den Betroffenen artikulatorische Suchbewegungen.

Davon abzugrenzen ist die bereits im Kindesalter auftretende Entwicklungsdyspraxie. Diese zeigt sich vor allem durch eine z. T. extrem eingeschränkte Sprachproduktion mit häufig sehr schlechter Verständlichkeit bei altersgerechtem Sprachverständnis. Zudem kann es zum Verlust bereits erworbener Laute oder Wörter kommen.

Die Ziele der Therapie sind das Trainieren von Sprechbewegungen und die Verbesserung des Redeflusses.

Schluckstörungen werden auch als Dysphagien bezeichnet und sind zentral (Schlaganfall, Erkrankung der Hirnnervenkerne) oder peripher (durch Tumore oder Entzündungen) bedingte Beeinträchtigungen des Schluckvorgangs, die alle Stationen der Nahrungsaufnahme und –verarbeitung – von Aufnahme der Nahrung in den Mund bis zum Transport in den Magen –  betreffen können. Das Störungsbild kann zudem bei Schädel-Hirn-Traumen oder neurodegenerativen Erkrankungen wie beispielsweise Multiple Sklerose oder Parkinson auftreten.

Die Betroffenen berichten häufig über vermehrtes Verschlucken beim Essen und Trinken. Eine belegte Stimme, ein Fremdkörpergefühl im Hals und Luftschlucken können ebenso Symptome einer Schluckstörung sein.

Die Ziele der Therapie gliedern sich in restituierende, adaptive oder kompensatorische Verfahren und beinhalten beispielsweise den Aufbau der am Schluckakt beteiligten Muskulatur, das Erlernen von Schluckmanövern oder diätische Maßnahmen zur Vermeidung des Verschluckens. Ein wichtiger Teil der Behandlung ist auch die Beratung der Angehörigen bzw. des Pflegepersonals.

Stimmstörungen werden auch als Dysphonien bezeichnet und beziehen sich auf Beeinträchtigungen der Stimmfunktion und Stimmqualität, welche organisch oder funktionell bedingt sein können.  Zu den Symptomen von Stimmstörungen gehören länger bestehende Heiserkeit, verminderte Belastbarkeit der Stimme sowie Schmerzen und Fremdkörpergefühle im Kehlkopfbereich. Eine Stimmstörung kann z. B. nach einer Schilddrüsen-OP entstehen oder sich im Verlauf mehrerer Jahre durch eine ungünstige Stimmgebung bzw. Überbelastung der Stimme zeigen (z. B. bei Berufssprechern wie Lehrern und Erzieherinnen)

Die Ziele der Therapie bestehen beispielsweise in der Regulierung des Tonus, Verbesserung der Stimmbildung und Sprechatmung sowie in der Wahrnehmungsschulung des eigenen Körpers und der Stimme.

Stimmstörungen können bereits im Kindesalter auftreten. Diese zeigen sich ebenso durch die oben genannten Symptome. Das Ziel der Therapie kindlicher Stimmstörungen liegt vor allem in der Schulung des Gebrauchs der eigenen Stimme.