Ergotherapie

Handlungsfähigkeit im Alltag sowie die Durchführung sinnvoller Betätigungen sichern gesellschaftliche Teilhabe und haben einen großen Einfluss auf unsere Lebensqualität.
Jeder Mensch hat das Recht, eine für ihn sinnvolle Betätigung, soweit möglich, selbstständig ausführen zu können. Die Selbstständigkeit kann durch eine Entwicklungsverzögerung, eine angeborene oder erworbene Behinderung, durch Krankheit oder einen Unfall sowie durch soziale Anpassungsschwierigkeiten eingeschränkt oder gefährdet sein. Wir befähigen Sie dazu, Ihre Ziele zu verfolgen und bieten Ihnen individuelle Beratungs- und Therapieangebote in enger Abstimmung mit Ihren Bedürfnissen. Seit vielen Jahren arbeiten  wir mit Arztpraxen verschiedener Fachrichtungen, Schulen und Kindergärten, Alten- und Pflegeheimen sowie Wohnheimen für Menschen mit Behinderung zusammen. Hierdurch wird ein interdisziplinäres und therapeutisch umfassendes Arbeiten ermöglicht. Da uns Ergotherapie und die Qualität unserer therapeutischen Arbeit sehr am Herzen liegt, ist die stetige Fortbildung und die Arbeit nach aktuellen Leitlinien für uns selbstverständlich. Wir bieten unsere Therapien auch in französischer und englischer Sprache an und behandeln Sie auch zuhause.

Vertrauen Sie unserer fachkompetenten Erfahrung und individuellen Beratung und Therapie unter anderem bei:

Unter einer Demenz versteht man eine pathologische Minderung der geistigen Fähigkeiten, die das tägliche Leben der Betroffenen stark beeinträchtigt.

Das Ziel der Ergotherapie besteht darin, Ihre Handlungsfähigkeit im Alltag, gesellschaftliche Teilhabe sowie Ihre Lebensqualität zu verbessern, damit Sie möglichst lange für Sie wichtige Tätigkeiten durchführen können. Bestimmte Aktivitäten, Umweltanpassung und Beratung werden gezielt und klientenzentriert eingesetzt. Es können hier sowohl alltagspraktische Tätigkeiten trainiert werden, allgemeine Mobilisationsübungen als auch ein individuell auf Sie abgestimmtes Hirnleistungstraining zum Einsatz kommen. Auch können künstlerisch-gestalterische Angebote sowie Entspannungstechniken mit in die Therapie einfließen. Ein wichtiger Teil der Behandlung ist auch die Beratung Ihrer Angehörigen bzw. des Pflegepersonals.

Unter einem Schlaganfall versteht man eine Schädigung von Hirnarealen als Folge eines Gefäßverschlusses oder einer Hirnblutung. Als Folge können sowohl sprachliche als auch motorische Beeinträchtigungen auftreten. Die Symptome können dabei je nach Schwere der Erkrankung stark variieren.

Das Ziel der Ergotherapie besteht darin, Ihre Selbstständigkeit wiederherzustellen. Dies geschieht beispielsweise durch das Training des An- und Ausziehens, der Körperpflege sowie weiterer wichtiger Tätigkeiten im Haushalt. Indem zu Beginn die gemeinsame Zielsetzung in Absprache mit Ihnen und/oder mit Ihren Angehörigen festgelegt wird, haben Sie die Möglichkeit, Einfluss auf die Therapieplanung zu nehmen. Hier ist eine enge, patientenorientierte interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Physiotherapeut*innen, Logopäd*innen und pflegerischem Personal bzw. Ihren Angehörigen unabdingbar, um den Transfer in den Alltag zu gewährleisten. Wenden Sie sich daher gerne auch an unsere Kolleg*innen aus dem Bereich der Logopädie. Ein sofortiger Beginn und eine regelmäßige Fortführung der ergotherapeutischen Behandlung ist unbedingt notwendig, um eine schnellstmögliche Reorganisation der physiologischen Hirnleistungen gewährleisten zu können.

Unter einer Parkinson-Erkrankung versteht man eine chronische Erkrankung des Nervensystems, bei der Nervenzellen im Gehirn allmählich absterben. Bei den Betroffenen treten häufig ein Zittern (Tremor), eine Bewegungsarmut (Akinese) und eine Muskelstarre (Rigor) auf.

Inhalte unserer Therapie sind unter anderem das Training alltagsbezogener Bewegungen (z.B. Schuhe anziehen, Hemd zuknöpfen), ein Training der Feinmotorik sowie ein Schreibtraining. Zur Anbahnung bzw. Aufrechterhaltung einer willkürlich gesteuerten Bewegung kommen häufig sogenannte Cues (z.B. Markierungen auf einem Blatt Papier, Kommandos oder Klatschen) zum Einsatz. Durch die Parkinson-Erkrankung können Denkprozesse verlangsamt werden, weshalb in der Ergotherapie auch ein Hirnleistungstraining durchgeführt wird. Hier ist eine enge, patientenorientierte interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Physiotherapeut*innen, Logopäd*innen und pflegerischem Personal bzw. Ihren Angehörigen unabdingbar, um den Transfer in den Alltag zu gewährleisten. Wenden Sie sich daher auch gerne an die Kolleg*innen aus dem Bereich der Logopädie.

Unter einer Schizophrenie, die auch als schizophrene Psychose bezeichnet wird, versteht man eine psychiatrische Erkrankung, die das alltägliche Leben dadurch stark beeinträchtigt, dass Gedanken, der eigene Körper sowie die Umwelt als unwirklich und andersartig erlebt werden. Der Bezug zur Realität ist insgesamt gestört. Das Denken wirkt für Außenstehende häufig verlangsamt, die Gedanken wirken zerstreut oder Gedankengänge brechen teilweise ab. Betroffene haben zudem häufig Schwierigkeiten, Gefühle wahrzunehmen oder sie nehmen sie in abgeschwächter Form wahr. Bei der Depression handelt es sich um eine Gemütsstörung, die durch eine gedrückte Stimmung gekennzeichnet ist. Zudem berichten Betroffene oft über eine über einen längeren Zeitraum anhaltende Interessenlosigkeit und einen ebenso lang anhaltenden verminderten Antrieb.

Das Ziel der Ergotherapie besteht in beiden Fällen darin, Ihnen ein Gefühl der Sicherheit in einem geschützten Raum zu vermitteln, um das Auftreten von Stress und Unruhe zu verhindern. Wir versuchen zunächst, mit Ihnen eine Tagesstruktur aufzubauen, um Ihren Alltag zu stabilisieren. Bei der Behandlung gehen wir eher handlungsorientiert vor. Bei einem Erstgespräch werden zunächst Ihre individuellen Behandlungsziele festgelegt. Durch zahlreiche therapeutische Ansätze, wie kreative Methoden, gezieltes Hirnleistungstraining und Entspannungstechniken, helfen wir Ihnen dann dabei, diese Ziele zu erreichen. Ein wichtiger Teil der Behandlung ist auch die Beratung Ihrer Angehörigen.

Kinder und Erwachsene mit der Diagnose Autismus zeigen häufig Verhaltensauffälligkeiten und haben Schwierigkeiten im Umgang mit ihren Mitmenschen. Aufgrund der verschiedenen Ausprägungen des Autismus ist die Therapie hier entsprechend vielseitig.

Es gibt Methoden, die speziell für Menschen mit Autismus entwickelt wurden, wie beispielsweise das TEACCH-Programm (Treatment and Education of Autistic and related Communication handicapped Children). Ein individueller Einsatz von visuellen Anweisungen und Strukturierungshilfen dient hier dazu, die Umwelt für Sie nachvollziehbarer und überschaubarer zu machen. Zudem kann die Sensorische Integrationstherapie zum Einsatz kommen. Hier werden die Sinneswahrnehmung und -verarbeitung durch gezielte Reizzufuhr verbessert. Ihr soziales Umfeld spielt für den Behandlungserfolg eine große Rolle. Sie müssen das Erlernte im Alltag anwenden können. Hierfür ist die Hilfe Ihrer Familie und Ihrer Freunde von zentraler Bedeutung. Durch zusätzliche Therapieangebote, wie beispielsweise Logopädie oder Psychotherapie, kann Ihre Chance erhöht werden, den Alltag besser zu bewältigen oder sich gar völlig selbständig versorgen zu können. Wenden Sie sich bei Fragen gerne auch an unsere Kolleg*innen aus der Logopädie.

Unter einer Entwicklungsstörung versteht man eine verspätete, langsame beziehungsweise unvollständige motorische Entwicklung. Infolgedessen können Störungen des Gleichgewichts, der Koordination und der Wahrnehmung auftreten. Kinder mit dieser Diagnose sind häufig in ihren Alltagsfertigkeiten, beispielsweise dem An- und Ausziehen, dem Schreiben oder dem Essen mit Besteck deutlich eingeschränkt. Sie werden von Angehörigen häufig als “ungeschickt” oder “tollpatschig” beschrieben. Zudem kann beim Schreiben der Stift teilweise nicht altersentsprechend gehalten werden oder das Schreibtempo ist verlangsamt. Feinmotorische Tätigkeiten (Schneiden, Basteln) bereiten diesen Kindern Schwierigkeiten und sie zeigen häufig ein geringes Interesse an Bewegungsaufgaben. Oftmals brauchen sie mehr Zeit, um motorische Fertigkeiten zu erlernen.

Gemeinsam mit Ihnen werden die alltäglichen Schwierigkeiten definiert sowie Ziele festgelegt. Wir setzen uns auch gerne mit den Erzieher*innen des Kindergartens in Verbindung. Es können psychomotorische Angebote, das “Marburger Konzentrationstraining”, ein Graphomotoriktraining, ein Linkshändertraining sowie kreative Angebote zum Training der Stift- sowie Scherenführung zum Einsatz kommen. Der Transfer des Erlernten in den Alltag ist hier von zentraler Bedeutung, weshalb Sie stark mit in die Therapie einbezogen werden und wir Ihrem Kind auch kleine Hausaufgaben mitgeben.

Kinder mit AD(H)S zeigen sich häufig unkonzentriert und haben Schwierigkeiten, still zu sitzen. Die Selbstkontrolle ist häufig eingeschränkt, sie handeln impulsiv. Sie gehen häufig eher planlos und unstrukturiert vor und weisen eine niedrige Frustrationsschwelle auf. Diese Symptome werden besonders im Schulalltag deutlich, weshalb es häufig zu schulischen Problemen kommt. Diese Kinder haben Schwierigkeiten, Sinneseindrücke oder Informationen altersentsprechend aufzunehmen und zu verarbeiten.

In der Ergotherapie werden zunächst die alltäglichen Schwierigkeiten gemeinsam mit Ihnen definiert sowie Ziele festgelegt. Wir setzen uns auch gerne mit den Erzieher*innen des Kindergartens in Verbindung. Durch ein multimodales individuelles Konzentrationstraining in Verbindung mit psychomotorischen Elementen kann die Aufmerksamkeitsspanne verlängert werden. Auch kann Ihr Kind lernen, Handlungen besser zu planen und sowohl die Koordination als auch die graphomotorischen Fähigkeiten zu verbessern. Wichtig ist uns, dass Ihr Kind mit Spaß dabei ist und Sie mit in den Therapieverlauf einbezogen werden.

Störungen der Fein- und Graphomotorik haben häufig Auswirkungen auf den gesamten Alltag des Kindes. Der Stift kann häufig nicht altersentsprechend gehalten werden, das Schreibtempo ist verlangsamt und das Schriftbild ist insgesamt unsauber und wenig leserlich. Längeres Malen oder Schreiben führt durch eine sehr verkrampfte Stifthaltung oder ein zu starkes Drücken auf das Papier zu Schmerzen in der Hand. Teilweise fällt es diesen Kindern schwer, Knöpfe bzw. Reißverschlüsse zu öffnen oder zu schließen, was zu Schwierigkeiten in der Selbstversorgung führen kann. Auch bereitet der Besteckgebrauch diesen Kindern häufig Schwierigkeiten.

In der Ergotherapie werden zunächst die alltäglichen Schwierigkeiten gemeinsam mit Ihnen definiert sowie Ziele festgelegt. Wir setzen uns auch gerne mit den Erzieher*innen des Kindergartens in Verbindung. Es kommen graphomotorische Aufgaben, das “Marburger Konzentrationstraining” sowie häusliche Übungsprogramme zum Einsatz. Auch werden Sie und Ihr Kind bezüglich einer optimalen Sitzposition, einer angemessenen Kraftdosierung, einer sicheren Handpräferenz und Stifthaltung beraten und geschult, damit Bewegungen gezielt und isoliert durchgeführt werden können. Wichtig ist uns, dass Ihr Kind mit Spaß dabei ist und Sie mit in den Therapieverlauf einbezogen werden.

Als sensorische Integration wird die Aufnahme, Verarbeitung und Vernetzung von Sinneseindrücken bezeichnet, wie beispielsweise Tasten/Spüren, Bewegungswahrnehmung, Gleichgewichtswahrnehmung, Riechen, Schmecken, Hören, Sehen. Das Zusammenwirken der Sinne beeinflusst Muskelspannung, Körperhaltung, Bewegung sowie zielgerichtete Bewegungen. Dies ist für die Entwicklung von Aufmerksamkeit, Ausdauer, Konzentration, emotionaler Stabilität und Beziehungsfähigkeit von fundamentaler Bedeutung.

Innerhalb der Ergotherapie werden gezielt aktive und passive sensorische und motorische Angebote eingesetzt, um die sensorische Integration (Neuralintegration) zu verbessern. Nun können weitergehende Ziele (Verbesserung der Handlungsfähigkeit, Selbstorganisation, Selbstwertgefühl, Antrieb) verfolgt werden. Durch gezielte kindgerechte und spielerische Angebote zur sensorischen Integration sollen die Voraussetzungen zur Erreichung höherer Ziele (Feinmotorik, Stifthaltung, Handlungsplanung, Konzentration) geschaffen werden. Darauf aufbauend werden diese Fähigkeiten bei Ihrem Kind konkret gefördert. Dabei ist es von großer Bedeutung, Sie aktiv mit in die Therapie einzubeziehen, um gemeinsam konkrete Hilfestellungen zu erarbeiten. Wir setzen uns auch gerne mit den Erzieher*innen des Kindergartens in Verbindung.

Zudem behandeln wir Kinder mit:

  • angeborenen oder erworbenen Behinderungen
  • Entwicklungsverzögerungen
  • Defiziten der Körperhaltung und der grobmotorischen Koordination
  • Defiziten der Aufmerksamkeit, Konzentration, Ausdauer und Belastbarkeit
  • Lernschwierigkeiten in der Schule
  • psycho-sozialen Anpassungsschwierigkeiten

Wir behandeln außerdem Erwachsene mit:

  • angeborenen oder erworbenen körperlichen, geistigen und psychischen Behinderungen
  • Multipler Sklerose
  • psychischen Erkrankungen wie Angststörung, Burnout oder Gedächtnisstörungen
  • Tumorerkrankungen

Wir bieten zusätzlich an:

  • Frühförderung
  • ADL-Training (“Activities of Daily Living”/Alltagsaktivitäten)
  • Psychomotorik
  • Maßnahmen zur Verbesserung von Antrieb, Ausdauer und Belastbarkeit
  • Coaching zur Bewältigung des Alltags
  • Beratung im sozialen Umfeld (im Kindergarten, in der Schule, im Haushalt, am Arbeitsplatz, in der Senioreneinrichtung)
  • Hilfsmittelberatung
  • Hausbesuche
Ergotherapie
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Lea Laser
laser@warych.de